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Startseite › Weblogs › Weblog von Gabi Reinmann

Wenn E-Mails nerven ...

Verfasst von Gabi Reinmann am 2. Mai 2008 - 16:20.

Ja, E-Mails können schon nerven, das ist stimmt. Vor allem nach einem kurzen oder längeren Urlaub muss man ja inzwischen mehrere Tage dafür reservieren, die vollgestopfte Mailbox zu entleeren. Also ich werde es mal beim nächsten Urlaub mit einem automatischen Reply versuchen, in dem ich das Löschen aller Mails in meiner Abwesenheit ankündige und bitte, Mails, die nach meiner Rückkehr noch relevant sind, einfach nochmal zu senden. Wenn es funktioniert, teile ich das gerne hier mit ;-)

In der Zwischenzeit kann man ja mal das kürzlich erschienene Buch lesen: "Wenn E-Mails nerven – So bekommen Sie die Kontrolle zurück und arbeiten besser, schneller und sicherer" von Günter Weick und Wolfgang Schur, die angeblich auf viel Erfahrung zurückgreifen können. Also ich hab es noch nicht gelesen, es klingt auch etwas marktschreierisch - aber das Problem ist faktisch da - da greift man ja bekanntlich auch nach Strohhalmen. Wer es schon kennt, kann ja seinen Kommentar/seine Bewertung hier abgeben. :-)

Eine Zusammenfassung findet sich hier.

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E-Mail Strategie

Verfasst von Ralf Hilgenstock (nicht überprüft) am 29. Mai 2008 - 16:37.

Ich würde in die Diskussion gerne weitere Unterscheidungen einbringen:

a) privat
b) geschäftlich/dienstlich
c) Stellenwert von E-Mail als Medium

a) privat mag dies mit ebenfalls privaten Nachrichten durchaus akzeptabel sein. Aber schon mit einer per Mail zugestellten Nachricht meines Vermieters finde ich es problematisch, da ich ihm zumute, sich meinen Urlaubstermin zu notieren und nach meiner Abwesenheit noch einmal die Unterlagen zu senden.

b) geschäftlich ist dies nicht möglich. Es gibt Bestimmungen zur Aufbewahrung von Geschäftskorrespondenz. Diese werden nicht durch eine Reply-Antwort aufgehoben.
Wie kommt das Ganze denn an der Hochschule an, wenn der Dekan eine Nachricht an die Senatsmitglieder versendet, davon drei im Urlaub die Annahme der Mail 'verweigern', da sie in Urlaub sind. Soll das Sekretariat nun eine Wiedervorlage führen und danach Rückkehr die Mail erneut versenden.
Dies führt übrigens mittelfristig nur zu einer neuen Funktion im Mailprogramm. Diese wird automatische Reply-Antworten erkennen, durch Suche den eingetragenen Termin erkennen und eine automatische Neuversendung veranlassen.

c) Grundsätzlich ist die Frage, ob dies eigentlich nur für E-Mails gilt. E-Mail ist für mich ein gleichberechtigtes Medium neben anderen: Post, Fax, Telefon, Gespräch. Bei Abwesenheit bin ich zum Gespräch nicht erreichbar, das Telefon kann ich abschalten, den AB abstellen. Auch das Fax kann ich abstellen. Konsequent müsste ich aber auch den Briefkasten zukleben mit dem Hinweis "Abwesend, Post wird erst am 15.6 wieder angenommen. Eintreffende Post zurück an Absender". (was natürlich auch für das Posteingangsfach am Arbeitsplatz gelten muss) Also, wenn schon, denn schon. Keine halben Sachen. Ach ja. Die Frist des Gerichts oder der Strassenverkehrsbehörde wegen falschem Parken verlängert sich nicht, weil ich gerade mal abwesend bin.

Wirklich konsequent in Sachen E-Mail wäre, den E-Mailaccount für die Abwesenheit abzuschalten.

Netter Versuch mit dieser Strategie. Ich fürchte aber, dass er nicht sehr praxistauglich in zu vielen Situationen ist.

  • Antworten

Meine Erfahrungen

Verfasst von Gabi Reinmann am 19. Mai 2008 - 19:20.

Zu meinen Erfahrungen mit der skizzierten "individuellen Strategie" (!) siehe meinen Blog-Eintrag im E-Denkarium hier:
http://medienpaedagogik.phil.uni-augsburg.de/denkarium/?p=223

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Respekt: ein weites Feld

Verfasst von Frank Vohle am 16. Mai 2008 - 15:29.

Ich habe alle drei Kommentare gelesen und alle drei kommen - mehr oder weniger - zu dem Urteil, dass ein Löschen der Mails respektlos sei. Ihr gebt dann eine Reihe von guten Effizienzstrategien, wie man das Problem lösen kann; würde man diese systematisch anwenden, dann gebe es vielleicht das e-mail-Box Problem nicht. Was aber ist, wenn die Box so viele Mails enthält (nettomails), dass man sie definitiv nicht am Tag beantworten kann, auch wenn man 12 Stunden nur mails beantworten würde - Masie http://www.masie.com/ bekommt noch eigenen Aussagen 3000 mails am Tag.

Also: es gibt diese "objektive" Grenze, wo genau sie liegt ist wieder von vielen Faktoren abhängig. Wie geht man damit um? Das ist doch eine berechtigte Frage und der Hinweis auf mehr Effizienz hilft da nicht weiter. Der erwähnte Masie hat sein mailbox (zumindest die offizielle) ausgeschlatet - auch eine Lösung?

Wir reden von "Respekt". Respekt ist ein wechselseitiger Begriff, der nur "funktioniert", wenn beide Partein ihr Verhalten aufeinander abstimmen. Nun weiß der Sender nichts davon, dass am anderen Ende die Mailbox überquillt, ihm ist also kein Vorwurf zu machen. Was wäre wenn er es wüßte, nach dem Motto: "Mail box erreicht 500 Mail, bitte prüfen sie die Relevanz und Dringlichkeit ihrer Mail ehe sie sie versenden!" DANN hätte man die Bedingungen für Respekt (Achtung vor der Arbeitsbelastung des Empfängers, Achtung vor den Gedanken des Senders) erfüllt.

Ich bin auch der Meinung, dass man die in der Postmetapher steckenden Implikationen genauer bedenken sollte: Ein virtueller Briefkasten kennt keine räumlichen Begrenzungen wie ein realer, er kann also gar nicht überquillen und dem Einwerfer signalisieren: "Halt , heute geht hier nix mehr!". Ebenso tut man so, als ob das Regelset zur Briefkommunikation analog zur e-mailkommunikation gesehen werden müsste. Aber warum? Gut, vieles ist gleich, einiges aber auch anders (wie die Raumbegrenzung), aber warum kann man nicht das Regelset (mit Ankündigung!!) erweitern, es den persönlichen Belangen anpassen, wie Gabi es getan hat. Soziales Handeln ist Verhandlungssache und regelbasiert! Warum kann man nicht neue Regeln ins "Spiel" bringen, damit das Spiel besser gespielt werden kann (Mutation)? Das ist nicht respektlos sondern kreativ. Ich meine, wir sind noch nicht soweit um zu sagen: wir haben DIE optimalen Regeln für die online-Kommunikation gefunden. Und bis dahin kann man doch "vernünftig" ausprobieren - mit Ansage versteht sich!

  • Antworten

3'000 Mails pro Tag?!?

Verfasst von Markus Aeschimann (nicht überprüft) am 20. August 2008 - 10:11.

Frank erwähnt eine/n "Masie", der/die 3'000 Mails pro Tag bekommen soll. In so einem Fall sehe ich das Problem mit dem Abarbeiten der Mails natürlich.

Nur: Wieso lässt man das überhaupt zu? Warum kommt es so weit?

Bereits bei 100 Mails pro Tag würden bei mir die Alarmglocken angehen und ich würde mir überlegen, ob ich (a) einige meiner Aufgaben delegieren muss (z.B. Anmeldungen für einen Event sammeln), (b) technische Hilfsmittel wie (Spam-)Filter und Weiterleitungen (siehe Delegation) einsetze oder (c) mal alle Newsletter etc. abbestellen soll.

Ich kann mir beim besten Willen einfach nicht vorstellen, dass man tausende Mails pro Tag bekommt mit denen man wirklich etwas machen muss. Mein Arbeitstag soll ja nicht nur daraus bestehen, Mails zu bearbeiten. Wenn ich professionell handeln will, muss ich mich doch auf das Wesentliche fokussieren können.
Ich weiss, es gibt auch Menschen, die können nie "Nein" sagen, die haben dann möglicherweise dieses Problem. Aber auch da muss man seine Einstellung und seine Arbeitsmethodik mal überdenken.

Aber vielleicht bin ich einfach nicht "wichtig" genug, um selbst hunderte von Mails zu bekommen und darum mein überspitzter Kommentar? ;-)

Gruss,
Aeschi

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Funktion

Verfasst von Christian Zange am 19. Mai 2008 - 23:08.

Ich finde Deine Ausführungen zum Thema jedenfalls interessant und nachvollziehbar. Du schreibst: " alle mehr oder weniger zu dem Schluss gekommen, dass es respektlos sei".

Ich habe nicht von Respekt gesprochen - das ist missverstanden worden - mir ging es rein um die Funktion eines Briefkastens - nämlich erreichbar zu sein, wenn man eigentlich nicht erreichbar ist - und dass ein löschen (wegschmeissen) der Mail diese Funktion stören würde. Dabei war mein Argument aus Empfängersicht ebenso wie aus Sendersicht gedacht. Es geht mir hier nicht um Respekt noch um die Wertung einer Handlung. Ich finde es eben praktisch eine Mail senden zu können, wenn ich jemandem etwas mitteilen muss - und ich gehe davon aus, dass da auch mal Mails aus ferneren Kreisen kommen könnten - also Menschen, die mir aus irgendeinem Grund etwas mitteilen möchten - und die vielleicht 7 Tage später keine Mail mehr schreiben würden. Sicher ist dieses Risiko kalkulierbar - aber aus meiner Sicht stört dass dann eben die Funktion der Mailbox.

Ob das nun Respektlos ist oder nicht - das ist eine ganz andere Frage - die man auch aus Empfängerperspektive diskutieren kann - denn schliesslich hat der Empfänger ja nicht darum gefragt, eine Mitteilung geschickt zu bekomme.

Schließlich ist es auch kulturell bedingt ob eine bestimmte Handlung als Respektlos gilt oder nicht. In unserem Kulturkreis darf der Frager eine Antwort erwarten - der Antworter darf aber auch eine Antwort verweigern - je nach Kommunikationskontext. Respektlos in unserem Kulturkreis wäre es, wenn ich einem Geschäftspartner erst um ein Angebot bitte - ihm also Arbeit verursache - mich darauf hin aber nicht mehr melde. Das ist Respektlos. Nicht Respektlos ist es aber, wenn ich ein Angebot ungefragt bekomme - und das erstmal liegen lasse. Niemand kann mich zwingen unzählige Mails zu beantworten.

In einem Kontext mit hohem Hierarchiebewusstsein könnte es aber doch wieder disrespektvoll sein, eine Anfrage von einem Vorgesetzten liegen zu lassen. Im gleichen Zug darf der Vorgesetzte aber natürlich Anfragen von Untergegeben liegen lassen. Nicht das ich das gut finde - ich betone nur die relativität der Frage.

Der Kommunikationsfluss und die jeweilige Kommunikationskultur (und darauf hast Du ja auch bereits aufmerksam gemacht, wenn Du von Abmachungen sprichst) muss also im Detail betrachtet werden, um hier überhaupt von Respekt und Disrespekt sprechen zu können.

Auch ist es keinefalls als Respektlos - nach meiner Auffassung - anzusehen - wenn Gabi die Mails mit Ankündigung löscht. Sie begründet Ihr Vorgehen ja in einer automatischen Reply-Mail - und jeder weiß bescheid - Mailbox geschlossen sozusagen.

Je nach Kontext ist es also durchaus gutes Recht Mails einfach zu löschen oder nicht zu beantworten (Wobei es da natürlich eventuelle rechtliche Implikationen im professionellen Kontext zu beachten gilt - ich bin kein Anwalt - und spreche hier mal zunächst von rein privater Mail). Soviel also zum dem Thema Respekt an dieser Stelle.

In der Tat habe ich aber Respekt vor Menschen, die mir schreiben und weis die Nachrichten zu schätzen - das sei nur angefügt, damit meine Ausführungen nicht missverstanden werden.

UND es ist mir auch nicht egal (was war auch missverstanden worden - an anderer Stelle), wann Mail beantwortet werden. Ich denke aber, dass es eine Zeitspanne - je nach Zugangsmöglichkeiten (also wie Menschen Zugang zu einer Mailbox haben) zu Mailbox bei einem asynchronen Medium eben geben muss. Wie genau diese Zeitspanne eben aussehen kann, bis man im Einzelfall von Disrespekt sprechen kann, ist wieder abhängig von der jeweiligen Kommunikationskultur. Ich beantworte Mails - wenn der Inhalt eine Antwort erfordert - in der Regel sofort. Es ist in den meisten beruflichen Kontexten aber durchaus akzeptiert, dass Mails etwas liegen bleiben. Aber das hängt stark vom jeweiligen Betrieb/Unternehmen ab - sprich hier entwickeln sich sehr individuelle Kommunikationskulturen - die natürlich auch auf verschiedenartigem Niveau funktional sind.

Soweit von meiner Seite

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Respekt

Verfasst von Frank Vohle am 20. Mai 2008 - 9:37.

Ich habe die Mails noch einmal gelesen und sehe jetzt, dass nur einer explizit von Respekt spricht - bitte um Entschuldigung :-). Deine Ausführungen zeigen aber auch, dass der Respektbegriff in der virtuellen Kommunikation  fruchtbar angewendet werden kann, weil man auf das Thema "Erwartungen/Legitimation" kommt. Du hast natürlich mit deiner Aussage recht, dass man sich die Kommunikationskontexte mit ihren jeweiligen Kulturen genau ansehen muss, um von "respektlos" oder "respektvoll" zu sprechen. Ich glaube dein neues Umfeld in Afrika sensibilisiert sehr dafür, intensiv (er) darüber nachzudenken.  

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Ich finde diese Strategie

Verfasst von Christian Zange am 13. Mai 2008 - 21:31.

Ich finde diese Strategie durchaus verständlich! Es ist ein reiner Wahnsinn, was man heute so alles per Mail zugesandt bekommt. Und überall wird man noch CC gesetzt.

Allerdings denke ich von Mail heute als Ersatz für Post. Es heißt ja auch Mailbox (=Briefkasten). Bei Mail gehe ich also davon aus, dass sie ankommt und irgendwann gelesen wird. Das muss aus meiner Sicht nicht immer am gleichen Tag sein - es ist ja kein Instant-Messenger oder Telefon-Kontakt. Wenn ich also die Mail an den Briefkasten geschickt habe, dann gehe ich davon aus, dass sie dort ist. Ich interessiere mich im Moment des Absendens gar nicht dafür, ob der Empfänger grad Zeit hat oder ober überhaupt da ist. Es ist ja Asynchron und der Empfänger muss keine Zeit haben, während ich die Mail verschicke.

Wenn nun der Empfänger die Mail löscht, dann ist es ja ein bisschen so, als ob man einen Postkasten nach dem Urlaub entleeren würden und die Post direkt in den Mülleimer schmeissen würde - ohne den Inhalt in Augenschein zu nehmen.

Die Strategie von Markus Aeschimann finde ich dabei durchaus interessant. Ich dachte auch schon darüber nach, ob nicht eine Art EisenhauerMatrix dafür eine Lösung wäre. Das neue Outlook bittet ja auch ein sehr schönes Kategoriensystem - mit dicken farbigen Klötzen. Dann könnte man alles rot makieren, was man bearbeiten muss, und eine andere Farbe für Mails, die man nur ablegen muss.

Wenn man nur CC gesetzt ist, dann ist das auch Signal, dass eine Mail nicht eine direkte Bearbeitung erfordert.

Noch toller kann man es natürlich machen, wenn man in einem großen Team arbeitet und eine Abkürzungssprache vereinbaren kann. Unser Verwaltungsleiter hat das bei uns eingeführt: p.f. für "please file" und o.f.i. für "only for information" gegenüber p.h. für "please handle". Nun kann man diese Kürzel in den Betreff mit aufnehmen.

Schließlich kann man dann über die Virtuellen Ordner, die es sowohl in Outlook als auch in Thunderbird gibt, neue Ordner erstellen, die dann automatisch die Nachrichten anzeigt, die Bearbeitung erfordern und andere virtuelle Ordner, die alle Nachrichten anzeigen, die nur als Info gedacht sind. Wohlgemerkt - das sind nur virtuelle Ordner, man verschiebt Mails nicht. Es sind gewissermaßen Ansichten basierend auf Filterkriterien.

Schließlich gibt es noch sowas wie popfile. Das ist nun wirklich der WAHNSINN und sicher sehr interessant für jeden, der überquellende Mailboxen hat. Das ist ein Programm, welches lernt, Mails zu filtern - und zwar nach eigenen Vorgaben. Allerdings muss man da etwas tiefer einsteigen und auch etwas Zeit und Mühe investieren. Einmal konfiguriert, muss man dem Programm nach dem Empfang von Mails immer wieder sagen, wie man diese Mails sortiert hätte - die Mails also durchkategorisieren. Das Programm wird versuchen, die Kategorisierung selbst vorzunehmen. Es schreibt die Kategorien auf Wunsch in den Betreff oder versteckt in den Text der Mail. Nach diesen Katagorien kann man Mails nun über virtuelle Ordner anschauen - oder sogar Mails tatsächlich verschieben lassen. Bei Spam und Trennung von Privater und Geschäftlicher Mail klappt das hervorragend. Es wäre zu prüfen, ob es auch bei einer Sortierung im Stil der Eisenhauermatrix klappt. Es wertet den Inhalt der Mail aus - aber anhand von Wortlisten. Bei Mails aus unterschiedlichen Kontexten ist das gar kein Problem. Ob es sogar unterscheiden kann, ob eine Mail zu bearbeiten oder nur zu lesen ist, dass wäre einen Versuch wert...

Grüße
Christian

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Schwierige Strategie

Verfasst von Jochen Robes (nicht überprüft) am 5. Mai 2008 - 10:24.

Eine interessante, aber schwierige Strategie, weil der Subtext eindeutig ist: Wer mir eine Mail schickt, will etwas von mir, ist auf mich bzw. meine Antwort angewiesen. Wer sich dieser Hierarchie sicher sein kann, für den mag das angekündigte Löschen ein Weg sein. Unter gleichberechtigten (Kommunikations-)Partnern verlagert diese Strategie nur Arbeit.
Beste Grüsse, JR

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E-Mail-Berge abarbeiten

Verfasst von Markus Aeschimann (nicht überprüft) am 5. Mai 2008 - 16:11.

Ich sehe es genauso wie Jochen Robes. Ankündigen, alle Mails einfach ungelesen zu löschen zeugt von wenig Respekt gegenüber dem Absender.

Um meine "Berge" abzubauen habe ich zwei Strategien:
1. BlackBerry: Ich weiss, während den Ferien sollte man sich vom Geschäft lösen können. Trotzdem kann ich zwischendurch mal alle wirklich zu löschenden Mails vernichten und somit den Berg vor meiner Rückkehr bereits abbauen.
2. Falls Strategie 1 nicht greift oder der Berg immer noch zu grosse ist, gehe ich so vor: Am Vorabend des ersten Arbeitstages (oder ganz früh am Morgen, wenn noch niemand im Büro ist) sortiere ich die Mails nach Absender und lösche schon mal alle Newsletter, Werbe-Mails etc. Dann schaue ich mir die privaten Mails an. Danach scanne ich kurz die Mails, auf denen ich nur CC bin und lösche soviele wie möglich und lege den Rest ab. Dann habe ich also nur noch die "wichtigen" Mails in der Inbox. Ich sortiere sie dann wieder zeitlich und gehe sie von oben nach unten durch (d.h. neuste zuerst um zu verhindern, dass ich auf ein altes Mail antworte, das sich später vielleicht bereits erledigt hat; man sollte also zusammengehörende Mails identifizieren, bevor man sie abarbeitet). Dinge, die sich sofort erledigen lassen, sofort erledigen. Die anderen kommen in einen Subfolder "FollowUp" (das geht übrigens auch mit dem BlackBerry wenn man sich den Ordner vorher schon einrichtet) oder werden abgelegt, falls keine Aktion erforderlich ist.

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