"Ne(x)t Generation Learning":E-Assessment und E-Portfolio: halten sie, was sie versprechen?
Verfasst von Gabi Reinmann am 2. November 2007 - 18:02.
Der vorliegende Arbeitsbericht dokumentiert die im Rahmen der Workshopserie Ne(x)t Generation Learning entstandenen Beiträge zu den Themen E-Assessment und E-Portfolio. Dabei fokussiert Wolf in seinem Beitrag die organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen von E-Assessment an Hochschulen. Ausgehend von den veränderten Anforderungen an die Prüfungssysteme von Hochschulen, die der Bologna-Prozess und die damit einhergehende Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen mit sich bringen, beschreibt er zunächst die Argumentationslinien der einzelnen Anspruchsgruppen (Studierende, Lehrende, Prüfungsverwaltung). Durch eine Simulationsrechnung zum Aufwand von E-Klausuren verdeutlicht er, unter welchen Voraussetzungen der Einsatz von E-Assessment sinnvoll ist, und geht weiterhin darauf ein, welche organisatorischen Veränderungen für die Durchführung von E-Klausuren notwendig sind. Dabei kann er auch bereits auf erste Evaluationsergebnisse an der Universität Bremen rekurrieren. Im zweiten Beitrag von Pospischil, Earle, Erni und Schneider wird ein konkretes Anwendungsbeispiel von E-Assessment an Hochschulen beschrieben. Dabei handelt es sich um die Planung und Durchführung einer elektronischen Prüfung im Fach Allgemeine Pathologie am Institut für Veterinärpsychologie der Universität Zürich. Die Autoren gehen detailliert auf die notwendigen organisatorischen, juristischen, infrastrukturellen wie auch technologischen Voraussetzungen für die Durchführung der elektronischen Klausuren ein. Dabei wird besonders deutlich, wie sehr es auf ein gutes Zusammenspiel verschiedener Abteilungen und Personen ankommt. Der Praxisbericht von Maier geht dagegen auf den Einsatz von E-Assessment in einem Schweizer Unternehmen ein, welcher sich deutlich von dem Hochschul-Szenario unterscheidet. Ausgehend von den vier Evaluationsebenen nach Kirkpatrick (1998), zeigt der Autor die Einsatzszenarien von E-Assessment in der Raiffeissen Gruppe Schweiz sowie den Beitrag des verwendeten technischen Systems auf. Dabei werden auch die Gütekriterien eines Tests behandelt. Der abschließende Beitrag von Schaffert, Hornung-Prähauser, Hilzensauer & Wieden- Bischof gibt einen umfassenden Überblick über die Konzepte und Anwendungsfelder für E-Portfolios an Hochschulen. Zunächst erfolgt eine Einführung in die Thematik von Portfolios im Lernprozess, wobei insbesondere auf elektronisch gestützte Portfolios eingegangen wird. Darauf werden die Prozesse der Portfolio-Entwicklung sowie verschiedene Einsatzszenarien dargestellt. Diese werden illustriert durch internationale Fallbeispiele. Abschließend werden Argumentationslinien zur Einführung von E-Portfolios an Hochschulen sowie die damit zusammenhängenden Herausforderungen beschrieben.
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